D300 - die Alternative von Nikon

10.01.2008 – 10:21

Ich geb’s ja zu, ich bin “historisch” eher ein Canon-Typ. Im “Analogzeitalter” habe ich zwar für eine Weile mit der legendären Nikon F4 geliebäugelt, aber irgendwie sind wir beide nie zusammengekommen - wahrscheinlich lag’s am Geld. :o))

Nach meinen Lobpreisungen meiner kürzlich erworbenen EOS 40D schickte mir ein guter Freund seinen Erfahrungsbericht mit der D300 von Nikon. Im Sinne der Ausgewogenheit möchte ich diesen der Öffentlichkeit nicht vorenthalten:

 ”Man kann sagen, was man will: Mit der D300 setzt Nikon wirklich neue Maßstäbe im mittleren Preissegment für digitale Spiegelreflexkameras. Bei dieser Kamera stimmt einfach alles: Die Auflösung von 12 Megapixeln ist State of the Art (und nochmal ein Stück besser als bei der EOS 40D), eine Serienbildfunktion mit bis zu 6 Bildern pro Sekunde entspricht dem, was auch die Canon EOS 40D leistet. Dabei ist die Nikon D300 ausgesprochen benutzerfreundlich, was sich u.a. im 3 Zoll großen Display und der Live-View-Funktion äußert. Apropos Display: Die Größe des Displays ist zwar identisch mit dem der EOS 40D, aber die Auflösung ist ungleich feiner (920.000 vs. 230.000 Pixel).

Kaum eine Zehntelsekunde nach dem Einschalten ist die D300 aufnahmebereit, und auch die Auslöseverzögerung von nur 45 Millisekunden kann absolut überzeugen. Die D300 bietet einen großen Empfindlichkeitsbereich von ISO 100 bis 6.400 - wobei die zusätzliche Stufe im Vergleich zur EOS 40 (bis ISO 3200) kaum von praktischer Relevanz ist, da bei dieser Empfindlichkeit das Rauschen schon einem Schneegestöber gleicht. Das Autofokussystem mit 51 Messfeldern sorgt für eine schnelle Scharfstellung und eine zuverlässige Nachführung der Schärfe bei Serienaufnahmen.

Auch in puncto Schnittstellen bietet die D300 alles, was man heute erwartet: So lassen sich über eine HDMI-Schnittstelle sogar Monitor oder Fernseher direkt digital ansteuern, was eine Bildwiedergabe in bisher nicht gekannter Qualität direkt von der Kamera ermöglicht. Wer mag, kann mit dem WT-4-Modul zudem eine WLAN-Schnittstelle nachrüsten, über die die D300 ihre Bilder direkt auf einen PC überspielt.

Wie in dieser Preisklasse selbstverständlich, ist das Gehäuse der Nikon D300 aus einer Magnesiumlegierung gefertigt – der optimale Kompromiss aus moderatem Gewicht (795 Gramm) und langer Lebensdauer. Robustheit ist auch im Inneren der D300 oberstes Ziel: Der Verschluss beispielsweise hielt in Härtetests mehr als 150.000 Auflösungen problemlos stand. Mit Kleinigkeiten wie Schmutz auf dem Sensor kommt die D300 ohnehin mühelos klar, eine spezielle Sensorreinigung entfernt diesen zuverlässig. Noch ist mein Exemplar der D300 zu neu, als dass ich die praktische Relevanz bewerten könnte - aber ein gutes Gefühl gibt einem dies allemal. :o))

Der unverbindliche Verkaufspreis (UVP) der Nikon D300 liegt bei 1.829 EUR, doch schon heute (Januar 2008) ist die Kamera im Internet für unter 1.600 EUR zu haben. Sobald sich die Lieferbarkeit verbessert, dürften die Preise nochmal um zwei- bis dreihundert Euro fallen. Damit wird dann der Abstand zur EOS 40D so klein, dass nur noch “Hardcore-Canon-Fans” die D300 ignorieren können. :o))”

Ich gebe zu, das klingt wirklich gut. Wenn da nicht schon ein reichhaltiges Sortiment an Canon-Objektiven wäre, könnte ich echt schwach werden …

Achja, hier gibt’s die Daten der Nikon D300.

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